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Gewaltschutz kostet Geld und rettet Leben! Nein zu Kürzungen im Gewaltschutz!

26.11.2025


In Stuttgart sollen beim Sozialamt 8,2 Millionen Euro eingespart werden. Ob und wie stark die städtischen Kürzungen die Arbeit in unserer Beratungsstelle und im Frauenhaus treffen werden ist noch unklar. Aber bereits jetzt reichen unsere Frauenhausplätze nicht aus und wir müssen täglich gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder abweisen. Und bereits jetzt ist die Inanspruchnahme von Beratung in unserer Beratungsstelle so hoch, dass es zu Wartezeiten kommt.

Diese Entwicklung ist kein lokales Phänomen: In anderen Städten sind Kürzungen im Gewaltschutzbereich bereits Realität. In Berlin wurden bereits Kürzungen ausgesprochen. In Brandenburg muss das Netzwerk brandenburgische Frauenhäuser aktuell davon ausgehen, dass sie ab Januar 2026 keine Finanzierung mehr für die Koordinierungsstelle haben werden. Und auch unsere Kolleginnen aus Heidelberg sind von Kürzungen betroffen und stehen damit vor schwerwiegenden Entscheidungen wie der Streichung von Beratungsangeboten, der Einschränkung ihrer telefonischen Erreichbarkeit, der Kündigung von spezialisiertem Fachpersonal.

Aus Protest gegen diese Kürzungen streiken unsere Kolleginnen heute, am 27.11.2025 und machen ihre Forderungen mit einer Kundgebung vor der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses auf dem Rathausplatz deutlich.

Wir solidarisieren uns mit den Kolleginnen aus Heidelberg und mit allen Einrichtungen, die von den geplanten Kürzungen betroffen sind. Und wir solidarisieren uns mit allen, die auf diese Angebote angewiesen sind. Denn die geplanten Sparmaßnahmen werden vor allem zulasten derjenigen ausgetragen, die dringend Schutz und Unterstützung benötigen und stehen sinnbildlich für fahrlässige politische Entscheidungen auf Kosten besonders vulnerabler Personen.

Der Schutz vor Gewalt ist keine freiwillige Leistung. Gerade im Hinblick auf die Istanbul-Konvention muss klar sein: Kommunen dürfen sich dieser Verantwortung nicht entziehen. Deshalb fordern wir weiterhin: Keine Kürzungen bei Beratungsstellen, Frauenhäusern und Präventionsprojekten! Denn am Ende darf es niemals heißen: Geld oder Leben.

Beitrag von Heidelberg:

https://www.instagram.com/p/DQ7AyiRDBWW/

Homepage:

https://www.fhf-heidelberg.de/...

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