medsens ist ein kostenloses Präventionsangebot für medizinische Fachkräfte und Facheinrichtungen häuslicher Gewalt.
medsens
Über uns
Gewalt ist ein zentrales Gesundheitsrisiko für FLINTA* – darauf weist die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hin. Gleichzeitig wenden sich nahezu alle Menschen im Laufe ihres Lebens an medizinisches Personal, sei es zur Vorsorge, während einer Schwangerschaft oder aufgrund akuter Beschwerden. Gerade nach Gewalterfahrungen sind Ärzt*innen, Pflegekräfte oder Hebammen häufig die ersten und manchmal sogar die einzigen Fachpersonen, mit denen Betroffene in Kontakt kommen. Dennoch bleibt Gewalt von medizinischen Fachpersonen oft unerkannt. Aus Angst oder Scham sprechen viele Betroffene nicht über ihre Erfahrungen.
An dieser Stelle setzt unser Projekt Medsens „Häusliche Gewalt erkennen. Medizinische Fachkräfte schulen“ an. Durch kostenlose Fortbildungen werden Fachpersonen im Rahmen von Medsens befähigt, Warnsignale von Gewalt zu erkennen, Betroffene sensibel anzusprechen und diese kompetent zu unterstützen. Die Themen der Fortbildungen reichen von der Vermittlung grundlegender Informationen zum Thema Gewalt gegen FLINTA* im sozialen Nahraum über eine stimmige Gesprächsführung hin bis zu der Erkennung typischer Verletzungsbilder und Dokumentation.
Angebote für medizinische Fachkräfte
Unser Ziel ist es, so viele Gesundheitsfachkräfte wie möglich zu erreichen. Demnach möchten wir bei unserem Angebot flexibel sein. Wir bieten unsere Fortbildungen online und präsent an. Unsere Fortbildungen sind kostenlos.
Inhalte:
- Partnerschaftsgewalt verstehen
- Betroffenenperspektive
- Gewalt erkennen, ansprechen und dokumentieren
- Unterstützungssystem kennenlernen
Rahmenbedingungen:
Wir bieten sowohl Workshops als auch Vorträge an. Bei den Workshops arbeiten wir mit interaktiven Übungen, um sich intensiv und nachhaltig mit dem Thema auseinander zu setzen. Hierfür sind ca. 8 bis 25 Personen und ein Zeitfenster von ca. 4 – 8 Stunden ideal.
Bei den Vorträgen ist die Teilnehmendenanzahl nicht begrenzt. Die Dauer ist flexibel. Bei den „Termine/Aktuelles“ finden Sie unsere nächsten Veranstaltungen.
Unser Angebot richtet sich an alle medizinische Fachkräfte. Dazu gehören Ärzt*innnen, Hebammen, Pflegefachkräfte, Psychotherapeut*innen, Phsysio- Logo- und Ergotherapeut*innen sowie alle anderen Mitarbeitenden aus dem Gesundheitswesen.
Angebot für Facheinrichtungen häusliche Gewalt
Das flächendeckende Fortbildungsangebot im Bereich häusliche Gewalt ist in Baden-Württemberg noch defizitär. Aus diesem Grund möchten wir Facheinrichtungen fortbilden und Materialien zur Verfügung stellen, um selbst aktiv zu werden und Fachkräfte im Gesundheitswesen zu schulen.
Inhalte:
- Vermittlung Grundlagenwissen häuslicher Gewalt
- Gesundheitliche Folgen und medizinische Versorgung
- Rolle des Gesundheitspersonals
- Anleitung und Üben von Methoden
Rahmenbedingungen:
Im Train the Trainee-System arbeiten wir mit interaktiven Übungen um sich intensiv und nachhaltig mit dem Thema auseinander zu setzen und die Methoden zu verfestigen. Hierfür sind ca. 8 bis 15 Personen und ein Zeitfenster von ca. 4 – 8 Stunden ideal.
Unser Angebot richtet sich an alle Expert*innen aus Facheinrichtungen häuslicher Gewalt. Im Anschluss sind auch Fachberatungen möglich.
Perspektive
Ein langfristiges Ziel ist ein landesweite Vernetzungsstrukturen zwischen Fachberatungsstellen häuslicher Gewalt und medizinischen Fachpersonen zu etablieren. So soll betroffenen Personen ein schneller und niederschwelliger Zugang zu Hilfe ermöglicht werden.
Termine/ Aktuelles
Gewalt ist ein zentrales Gesundheitsrisiko für Flinta* – darauf weist die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hin. Gleichzeitig wenden sich nahezu alle Menschen im Laufe ihres Lebens an medizinisches Personal, sei es zur Vorsorge, während einer Schwangerschaft oder aufgrund akuter Beschwerden. Gerade nach Gewalterfahrungen sind Ärzt*innen, Pflegekräfte oder Hebammen häufig die ersten und manchmal sogar die einzigen Fachpersonen, mit denen Betroffene in Kontakt kommen. Dennoch bleibt Gewalt von medizinischen Fachpersonen oft unerkannt. Aus Angst oder Scham sprechen viele Betroffene nicht über ihre Erfahrungen, in Anamnesebögen fehlt es oft an Fragen, die das Gewalterlebnis ans Licht bringen könnten.
An dieser Stelle setzt unser Projekt Medsens „Häusliche Gewalt erkennen. Fachkräfte schulen“ an. Durch kostenlose Fortbildungen werden Fachpersonen im Rahmen von Medsens befähigt, Warnsignale von Gewalt zu erkennen, Betroffene sensibel anzusprechen und diese kompetent zu begleiten. Die Themen der Fortbildungen reichen von der Vermittlung grundlegender Informationen zum Thema Gewalt gegen Flinta* im sozialen Nahraum über eine stimmige Gesprächsführung hin bis zu rechtlichen Aspekten und der Erkennung typischer Verletzungsbilder.
Am 01.07.2026 findet von 17:00 bis 19:15 Uhr unsere fachübergreifende Online-Veranstaltung zum Thema „Häusliche Gewalt erkennen – Fachkräfte schulen“ statt.
Die Fortbildung wird von der Landesärztekammer Baden-Württemberg mit 3 Fortbildungspunkten für das Fortbildungszertifikat anerkannt.
Die Anmeldung erfolgt per E-Mail bei Laura Kiefer, l.kiefer@fhf-stuttgart.de. Der Zoom-Link wird kurz vor der Veranstaltung zugesandt.
Kontakt
Projekt Medsens
Häusliche Gewalt erkennen.
Medizinische Fachkräfte schulen.
Römerstraße 30
70180 Stuttgart
Tel. 0711 47098410
E-Mail: medsens@fhf-stuttgart.de




